Anti-Aggressions-Training = Anti-Aggressions-Therapie2018-08-27T10:53:20+00:00

Anti-Aggressions-Training = Anti-Aggressions-Therapie

NStZ 2012, 486ff:

“Das LG München I (Urt. v. 24.10.2011, 24 Ns 464 Js 113904/11; unveröff.) räumte bei einer Freiheitsberaubung in Tateinheit mit Bedrohung, Nötigung und gefährlicher Körperverletzung m. 1,8 ‰ (Verurteilung i. d. 1. Inst. zu 9 Mon. Freiheitsstrafe ohne Bewährung; Vordelikt 2010: Gefährliche Körperverletzung) aufgrund einer „Anti-Aggressions-Therapie” (HBS-PUMA-Therapie) der IVT-Hö Berlin-Brandenburg-Bayern nun eine Bewährungszeit v. 4 Jahren ein und verhängte durch Beschl. die Auflage, die „begonnene Aggressionstherapie bei der IVT-Hö Bayern fortzusetzen und ferner eine Alkoholtherapie durchzuführen”.”

Hier das Beispiel einer Bescheinigung, die wir auf Wunsch unseren Klienten nach Abschluß eines Anti-Aggressions-Trainings = Anti-Aggressions-Therapie für ihr Gericht mitgeben:

BESCHEINIGUNG

ZUR VORLAGE BEIM AMTSGERICHT MÜNCHEN

Herr A n o n y m, geb. am …..1970, hat
in München vom 16.02.2010 bis 21.03.2010 den folgenden
in sich abgeschlossenen kurzen Intensiv-Therapie mit Erfolg absolviert:

HBS-PUMA-B = ANTI-AGGRESSIONS-TRAINING = ANTI-AGGRESSIONS-THERAPIE
„HBS = Therapie zur Heilung, Besserung und Sicherung Vor/Nach der Gerichtsentscheidung”
Therapie zur Abwendung einer vom Therapie-Teilnehmer ausgehenden zukünftigen Gefahr für die allgemeine Sicherheit (innerhalb wie außerhalb des Verkehrs)

HBS-Therapien sind Rehabilitationsmaßnahmen der IVT-Hö® für mit Alkohol und/ oder anderen Delikten auffällig gewordene Täter/ (Kraft-) Fahrer und werden von ihr seit 1979 (früher noch nicht unter dieser Bezeichnung) im Strafrecht angeboten. Sie sind aber auch für (noch) nicht (innerhalb oder außerhalb des Straßenverkehr) auffällig Gewordene als Präventivmaßnahme geeignet. Die Rehabilitationsmaßnahmen der IVT-Hö® sind stets geeignet, eine richterliche Verkürzung/ Abkürzung/ Aufhebung der Sperre und der Entziehung der Fahrerlaubnis/ Ersetzung durch ein deklaratorisches Fahrverbot/ Einstellung insbes. nach § 153 a Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 StPO (Teilnahme an einer Therapie/ Aufbauseminar)/ Wegfall der vorläufigen Entziehung/ Wegfall einer Freiheitsstrafe/ Aussetzung zur Bewährung (mit Auflagen) zu begründen, da durch sie die Rückfallwahrscheinlichkeit erheblich gesenkt wird.

Die psychotherapeutischen Maßnahmen der IVT-Hö® werden – entsprechend dem Ausmaß der (möglichen) Problematik bzw. Auffälligkeit (1. Alkohol, 2. Drogen, 3. andere Verkehrsverstöße [mit „Punkten” bewehrt/ Fahren ohne Fahrerlaubnis/ trotz Fahrverbot/ Unfallflucht/ Nötigung/ Aggressivität…] bzw. Verstöße gegen das allgemeine Strafrecht [Drogenhandel/ Gewaltdelikte etc.]: PUMA=PUnkte-MAcher i.w.S./ Impuls-/ Intensiv-Täter/ „Rowdys”) – in Form von (2-/ 4-) wöchentlichen Gesprächen in einer therapeutischen Kleingruppe (bzw. Großgruppe) und/ oder als Einzeltherapie-/ Coaching-Stunden und/ oder während eines in sich abgeschlossenen ein- oder mehrtägigen Intensivseminars durchgeführt. Sie beruhen auf den Methoden der tiefenpsychologisch fundierten und fokal- (d.h. kurzzeit-) therapeutischen „Individualpsychologischen Lebensstilanalyse” nach Alfred Adler, ergänzt um die systemtherapeutischen Methoden der „Lösungsorientierten Kurzzeittherapie” nach Steve de Shazer. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, eine Klärung bzw. Prävention eines (verkehrs-) auffälligen Verhaltens zu erreichen und dazu dauerhaft angemessene Einstellungen herbeizuführen bzw. vorhandene noch weiter zu vertiefen und zu stabilisieren und überdauernde Veränderungen in den zugrunde liegenden Persönlichkeitsstrukturen herbeizuführen.

Herr A n o n y m absolvierte in München im Rahmen seiner HBS-Therapie:
2 Std. Intensiv-Beratung (Diagn./Progn.) + 1 indiv. Therapie-Besch. (Kosten: 195 €),
12 Einzeltherapiestunden in München (Kosten: 780 €),
(Gesamt-Kosten: 975 Euro).

Herr Anonym hat die HBS-PUMA-B -Therapie der IVT-Hö® erfolgreich abgeschlossen.
(Im Anschluss wird jedem Klienten stets auch noch eine Nachsorge-Maßnahme angeboten!)

Der IVT-Hö®-Maßnahme selber ging eine Beratung durch uns voraus (und wurde auch noch immer wieder während der ganzen Maßnahme vertieft), in welcher der Klient darüber aufgeklärt wurde, welche Indikation in seinem Fall aus verkehrspsychologischer und verkehrstherapeutischer Sicht als angemessen angesehen wird. Berücksichtigt wurde die (möglichen) (straf-) rechtliche(n)/ behördliche(n) Fragestellung(en), eine Vorgeschichtsanalyse und alle Befunde, die zu diesem Zeitpunkt zugänglich waren. Im Verlauf der Maßnahme konnten Erkenntnisse gewonnen werden, welche die Indikation differenzierten und individualisierten.

Urteil und Beschluss des AG München vom 02.12.10 (rechtskräftig seit 10.12.10) bzw. 05.01.10, die Anklageschrift vom 25.06.10 sowie die Stellungnahme des RA Rainer Olschar im Namen seines Mandanten Anonym vom 14.08.09.

Unsere Therapien dienen stets auch präventiven Zwecken.

Herr Anonym hat in der Therapie gezeigt, dass er bereit ist, konsequent die Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen und situative, lebensgeschichtliche und charaktertypische Hintergründe (der Gefährdung) immer vertiefter sich anzustrengen zu erkennen.

Wie seine Motivation und sein Engagement erkennen lassen, wird Herr Anonym das therapeutisch Erarbeitete nach dem jetzigen erfolgreichen Abschluss der HBS-Therapie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch zukünftig in der alltäglichen Lebenspraxis weiter erfolgreich umsetzen.

Es kann darum prognostiziert werden, dass er nun im Anschluss daran auch in Zukunft überwiegend in einem erforderlichen und ausreichenden Maße zu angemessenen Stellungnahmen, was die zu kontrollierende eigene Aggressivität und die zu respektierende Sicherheit anderer angeht, bereit und fähig sein wird.

99% der Absolventen einer – über die kurzen HBS-Therapien hinausgehenden – HBS-Langzeit-Rehabilitation der IVT-Hö® (idR 4 bis 6 Monate bei Alkohol- bzw. Drogen-Auffälligkeit(en), HBS-PUMA-Therapien und Präventiv-Maßnahmen können aber auch (viel) kürzer dauern; im Anschluss wird stets noch eine Nachsorge-Maßnahme angeboten) haben seit 1979 nach Abschluss dieser Rehabilitation (und bei Alkohol- bzw. Drogen-Auffälligkeit(en) nach Absolvierung und objektivem Nachweis des geforderten Abstinenzzeitraums von idR 6 Monaten) ein positives MPU-Gutachten von einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung (BfF) erhalten, in all den Fällen, in denen ein MPU-Gutachten (sei es im Strafrecht oder Verwaltungsrecht) aufgrund der Entscheidung des Strafrichters (oder der Behörde) überhaupt noch für nötig gehalten wurde.

Es wird durch diese Langzeit-Rehabilitation (hier lag jedoch eine Kurzzeit-Maßnahme vor) der IVT-Hö® nachgewiesenermaßen eine Senkung auf eine (auch nach internationalem Maßstab niedrigste je durch eine Maßnahme erzielte) Rückfall-Quote von 6,4 % nach 5 Jahren erreicht (siehe zur Evaluation der IVT-Hö®-Therapie den hier folgenden Anhang) und damit eine Senkung beinahe auf die Auffallens-Wahrscheinlichkeit der Normalbevölkerung, d.h. aller 40 bis 50 Millionen Führerscheinbesitzer überhaupt, die durchschnittlich mit 5 bis 6 % nach 10 Jahren bzw. zu 0,6 % jährlich mind. einmal mit Alkohol auffallen.

Lit.: Dr. Heike Hoffmann, Grenzwert für Rückfallquoten alkoholauffälliger Kraftfahrer nach Teilnahme an Kursen gemäß § 70 FeV, 7. Driver Improvement-Kongress 2001 in Salzburg, Kongressbd., Wien 2002, S. 146-151, hier S. 148 (mit Verweis auf das VZR).

Frau Dr. Hoffmann war bis vor kurzem die leitend Verantwortliche der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) für die Akkreditierung der verwaltungsrechtlichen „Kurse zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung” nach § 70 FeV, Fahr-erlaubnis-Verordnung (Umfang bei Alkoholauffälligkeiten: 12 bis 18, selten höchstens noch 26 Zeitstunden in der Gruppe in 3 bis 4 Wochen, bei Drogen-Auffälligkeiten 12 bis 24 Zeitstunden in der Gruppe in 5 bis 8 Wochen und mit nur einem einzigen Drogen-Urin-Screening), bei denen im Anschluss stets die MPU entfällt und allein aufgrund der bloßen Teilnahmebescheinigung von der Behörde die Fahrerlaubnis wiedererteilt wird.

(Die IVT-Hö® ist für diese Kurse nach § 70 FeV bei der BASt am 14.04.2005 akkreditiert worden, jedoch dürfen alle akkreditierten Träger diese speziellen Kurse nur im Verwaltungsrecht anbieten.)

Der Gesetz- und Verordnungs-Geber akzeptiert hier eine Rückfallquote von ca. 20 % nach 5 Jahren, also im Vergleich zu einer HBS-LANGZEIT-REHABILITATION der IVT-Hö® (mit der nachgewiesenen Rückfallquote von 6,4 % ebenfalls nach 5 Jahren) eine um 300 % höhere Rückfallquote.

Kurzgefasst:
Es ist davon auszugehen, dass auch bei Herrn Anonym aufgrund der bereits erfolgreich abgeschlossenen HBS-PUMA-B-THERAPIE = Anti-Aggressions-Training = Anti-Aggressions-Therapie (insbesondere dann, wenn sich diesem jetzt noch eine IVT-Hö®-Nachsorge-Maßnahme anschließen würde) und aufgrund der jetzt eingeleiteten, gerade beginnenden (prognostisch günstigen) ersten Veränderungen von Einstellung und Verhalten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein den oben und im folgenden Anhang genannten Evaluationen (mit der Einschränkung, dass hier bisher bei Herrn Anonym noch keine Langzeit-Rehabilitation, sondern eine Kurzzeit-Maßnahme vorliegt) entsprechender Rehabilitationserfolg zu erwarten ist.

Berlin, 29.03.2010

(Arndt Himmelreich)
Leiter von CPF & IVT-Hö® Berlin/Brandenburg und CPF & IVT-Hö® Bayern
(Verantwortliche Verkehrstherapeuten: Susanne Rikus, Arndt Himmelreich)

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